21.12.2017: KMU - Motor der Wirtschaft!

Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) tragen als Motor der europäischen Wirtschaft bedeutend zum Wirtschaftswachstum bei und schaffen Millionen von Arbeitsplätzen. Aus diesem Grund werden KMU vom Staat und der EU besonders gefördert.

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25.08.2017: Häufige Fehler bei der Unternehmensnachfolge

In Deutschland suchen jährlich rund 80.000 Unternehmen einen Nachfolger. Für Firmeninhaber ist die Unternehmensnachfolge oft hochemotional und die schwierigste Aufgabe, die sie in ihrem Geschäftsleben zu bewältigen haben. Leider werden bei der Unternehmensnachfolge immer wieder vermeidbare Fehler gemacht, die sich auch negativ auf den Verkaufswert des Unternehmens auswirken können.

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05.04.2017: Unternehmensnachfolge: Knackpunkt Kaufpreis

Der aktuelle Report des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zur Unternehmensnachfolge 2016 zeigt, dass dieses Thema für deutsche Mittelständler nach wie vor eine Herausforderung darstellt. Eng verbunden damit ist die Bewertung des Unternehmens, denn der Kaufpreis ist bei der Unternehmensnachfolge häufig der Knackpunkt.

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ZInsO 49/2016: Zahlungsunfähigkeitsprüfung und Bugwelleneffekt aus Sicht der wirtschaftlichen Praxis
von Dipl. - Kauffrau Sabine Krauß, Bonn/Trier/Stuttgart

Im ersten Halbjahr 2016 meldeten nach Auskunft des Statistischen Bundesamts die deutschen AG 10.999 Unternehmensinsolvenzen. Für Gerichte, Staatsanwaltschaften, Insolvenzverwalter, Fachanwälte für Gesellschaftsrecht und Sachverständige ist die Frage, wann ein Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet im insolvenzrechtlichen Sinne ist, nach wie vor von großer Bedeutung.

Bei der Beurteilung der Zahlungsfähigkeit bewegt Literatur, Rechtsprechung und Praxis immer wieder ein Thema: der sog. Bugwelleneffekt. Der vorliegende Beitrag veranschaulicht die theoretische Diskussion zum Bugwelleneffekt und schildert den Umgang mit ihm in der wirtschaftlichen Praxis.
Mehr dazu lesen Sie hier (PDF, 715 KB)

13.12.2016: Erbschaftssteuerreform: Neue Regeln zur Steuerbefreiung von Firmenerben

Planungssicherheit für Unternehmen und der Erhalt von Arbeitsplätzen - das sind die erklärten Ziele der Erbschaftsteuerreform, auf die sich im Oktober diesen Jahres nach jahrelangen Ringen Bund und Ländern verständigt haben. Für Firmenerben gelten damit rückwirkend zum 1. Juli günstigere Verschonungsregeln für Betriebsvermögen.

Firmenerben sollen nach den neuen Regeln zur Erbschaftssteuer auch in Zukunft von der Erbschaftssteuer verschont bleiben. Voraussetzung ist, dass sie Arbeitsplätze erhalten und das Unternehmen fünf- bzw. sieben Jahre lang fortführen.

Wichtige Kernstücke der neuen Regeln zur Erbschaftssteuer sind:

Hinsichtlich der Unternehmensbewertung soll in Zukunft das Betriebsergebnis des Unternehmens maximal mit einem Kapitalisierungsfaktor von 13,75 multipliziert werden, um die Höhe der Erbschaftssteuer anzusetzen. Dieser feste Kapitalisierungsfaktor soll in den kommenden Jahren angepasst werden.

Für Großbetriebe, ab einem Betriebsvermögen von 26 Millionen Euro je Erbfall, muss zukünftig eine Bedürfnisprüfung stattfinden. Im Rahmen dieser Prüfung hat der Erbe den Nachweis zu liefern, dass ihn die Zahlung der Erbschaftsteuer überfordern würde. Dabei muss er auch Einblick in sein Privatvermögen gewähren. Das Privatvermögen kann zur Hälfte für die Besteuerung herangezogen werden. Wird die Steuer aus Privatvermögen gezahlt, kann neuerdings eine Stundung für sieben Jahre möglich sein, die im ersten Jahr zins- und tilgungsfrei ist.

Sogenannte qualifizierte Familienbetriebe mit beschränkter Verfügung können auf den Wert des begünstigten Vermögens einen Abschlag von maximal 30 Prozent erhalten, wenn nach dem Gesellschaftsvertrag Abfindungsbeschränkungen vereinbart sind. Weitere Voraussetzung ist, dass jährlich höchstens 37,5 Prozent des Gewinns nach Abzug oder Entnahme der Steuern ausgeschüttet werden. Darüber hinaus dürfen die Firmenanteile nur auf Angehörige, Familienstiftungen oder Mitgesellschafter übertragen werden. Diese gesellschaftsvertraglichen Regelungen müssen 2 Jahre vor und 20 Jahre nach der Übertragung bestehen.

Kleinbetriebe mit bis zu 20 Arbeitnehmern waren bisher vom Nachweis des Arbeitsplatzerhalts befreit. Das ändert sich: Künftig sollen nur Kleinbetriebe mit bis zu fünf Arbeitnehmern von der Nachweispflicht des Arbeitsplatzerhalts befreit sein.

Die neuen Regeln zur Erbschaftssteuer wollen auch Missbrauch verhindern. So sollen sogenannte Cash-Gesellschaften, mittels der Bargeld oder Vermögenswerte steuerbegünstigt übertragen werden können, verhindert werden. Nicht von der Erbschaftssteuer begünstigt sind etwa das Wertpapierdepot sowie an Dritte vermietete Grundstücke. Luxusgegenstände wie etwa Kunstwerke oder Oldtimer, die der privaten Lebensführung dienen, sind zukünftig nicht erbschaftssteuerbegünstigt.

Hintergrund der Erbschaftssteuerreform ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Dezember 2014, die Änderungen bei den Regelungen zur Erbschaftssteuer, insbesondere bei den privilegierten Verschonungsregeln für Betriebsvermögen, forderte. Mit der Erbschaftssteuerreform kommt der Gesetzgeber jetzt den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts nach.

 

01.07.2016: Aktuelle Studie zur Reform des Insolvenzrechts zeigt viele Unternehmenssanierungen scheitern

Das deutsche Insolvenzrecht wurde vor vier Jahren mit dem „Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen“ (Esug) reformiert. Eine neue Insolvenzkultur sollte etwa dadurch geschaffen werden, dass hilfesuchende Unternehmer mehr Einfluss auf das Insolvenzverfahren erhielten und zur Unternehmenssanierung neue Instrumente wie die Eigenverwaltung und das Schutzschirmverfahren etabliert wurden.

Die aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCG) „ Vier Jahre Esug- in der Realität angekommen“ betrachtet in wie weit tatsächlich eine neue Sanierungskultur nach der Reform des Insolvenzrechts entstanden ist. Dafür untersuchten die BCG-Experten alle Esug-Verfahren seit dem Jahr 2012. Aus der Studie lassen sich folgende wichtige Ergebnisse ableiten:

Seit März 2012 beantragten laut Studie 773 Unternehmen insgesamt 1008 Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Insgesamt ist der Anteil der Eigenverwaltungsverfahren mit 2,7 Prozent stabil, trotz allgemein rückläufiger Insolvenzen. In großen Unternehmen ist die Eigenverwaltung aber eher die Ausnahme (20 Prozent). Dies führt die Studie auf den starken Rückgang der großen Insolvenzen zurück. Die Zahl der gescheiterten Eigenverwaltungen und Schutzschirmverfahren ist sehr hoch. Rund 43 Prozent der Eigenverwaltungen scheitern. Bei den Schutzschirmverfahren scheitern immerhin auch 34 Prozent. Die durchschnittliche Verfahrensdauer, von der Eröffnung bis zur Aufhebung steigt auf 6 bis 7 Monate. Gläubiger erzielen durchschnittlich eine Cash-Quote von 11 Prozent. Das Verfahren ist aber für Gesellschafter deutlich attraktiver als eine Regelinsolvenz. Das begründet sich darin, dass in knapp der Hälfte der Fälle nicht in Gesellschafterrechte eingegriffen wird. Im Falle eines Eingriffs bleiben dem Gesellschafter immerhin noch durchschnittlich 10 Prozent seiner Anteile.

 

10.04.2016: Unternehmensnachfolge per Testament

Ein Unternehmer, der seinen Betrieb zu gleichen Teilen an seine Familie vererben möchte, aber gleichzeitig auch das Unternehmen vor Streit um die Unternehmensführung bewahren will, kann per Testament die Gründung einer Kommanditgesellschaft (KG) bestimmen, in der ein Kind Komplementär werden soll, dass die übrigen Familienmitglieder gegen eine Abfindung nach einem bestimmten Zeitraum hinauskündigen kann.

Dies hat der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen II ZR 300/05) im Fall eines Unternehmers entschieden, nach dessen letztem Willen, seine Frau mit seinen beiden Kindern eine KG gründeten und einen Gesellschaftervertrag abschlossen. Darin wurde sein Sohn als Komplementär bestimmt und ihm wurde ein Hinauskündigungsrecht nach 10 Jahren gegenüber den anderen Gesellschaftern zugesprochen. Dieses Hinauskündigungsrecht machte der Sohn fristgerecht gegenüber den Kindern seiner Schwester geltend, die zwischenzeitlich in deren gesellschaftsrechtliche Stellung als Kommanditisten nachgerückt waren.

Zu Recht, entschieden die Karlsruher Richter. Grundsätzlich sei zwar eine freie Hinauskündigungsklausel in einem Gesellschaftsvertrag, die einem Gesellschafter das Recht gibt andere Mitgesellschafter aus der Gesellschaft auszuschließen, unwirksam. Es gebe aber Ausnahmefälle. Vorliegend sei das freie Hinauskündigungsrecht sachlich gerechtfertigt. Es beruhe auf der Testierfreiheit des Erblassers. Dieser habe bereits durch sein Testament der Tochter eine Unternehmensbeteiligung vermacht, die mit einem Kündigungsrecht belastet war. Die Geschäftsübernahme durch den Sohn und die finanzielle Abfindung der Tochter waren vom des Erblassers mit seiner letztwilligen Verfügung beabsichtigt und wurden vom Bundesgerichtshof letztinstanzlich als rechtswirksam bestätigt.

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15.11.-17.11.2017
Insolvenzverwalterkongress Berlin
Im Rahmen des Insolvenzverwalterkongresses haben wir schwerpunktmäßig Vorträge zu folgenden Themen verfolgt:

  • Der Steuerberater in der Krise - Haftung und Schaden
  • BGH-Rechtsprechung zum Sanierungserlass
  • Die EU-Richtlinie zum präventiven Restrukturierungsrahmen
  • Aktuelle Brennpunkte der Eigenverwaltung

 

09.11.-10.11.2017
Deutscher Sachverständigentag in Leipzig
Teilnahme an der zweitägigen Veranstaltung Fachbereich Betriebswirtschaft

 

23.11.2016
Tagung der Arbeitsgemeinschaft zur Entwicklung der „Lösungsansätze für die Unternehmensbewertung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)“ - Modellentwicklung zu Einzelfragen - in Köln

 

28.10.2016
Sachverständigentag in Bonn
Im Rahmen des Sachverständigentages wurden insbesondere aktuelle Datenschutzrichtlinien vorgestellt.

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